Waschmaschinen Test

Welche ist die beste Waschmaschine?

Energie sparen mit der Waschmaschine

Waschmaschine EnergieetikettEine möglichst gute Energieeffizienz ist für die Waschmaschinen Hersteller ein wichtiges Ziel – denn je dunkelgrüner der Energiebalken, desto größer sind die Chancen, dass ein Kunde sich durch das Energieetikett zum Kauf bewegen lässt: Schließlich steht ein möglichst geringer Energie- und Wasserverbrauch ganz oben auf der Wunschliste der meisten Kaufinteressenten in Deutschland (Quelle: Umfrage von TNS Infratest von Nov. 2012, Auftraggeber: Samsung).

Herstellerangaben zum Energieverbrauch

Jede Waschmaschine muss mit einem europaweit einheitlichen Energieetikett gekennzeichnet sein (wie links beispielhaft gezeigt). Dieses sogenannte EU-Energielabel wurde 2010 überarbeitet und ist in der neuen Form seit 2012 verpflichtend.
Es informiert über die wichtgsten technischen Daten: vor allem über die Energieeffizienzklasse, aber auch Details wie den jährlichen Stromverbrauch in kWh. Um anhand dieser Verbrauchskennzahl die ungefähren jährlichen Stromkosten einer Maschine zu ermitteln, multiplizieren Sie einfach Ihre Stromkosten je kW mit der angegebenen Verbrauchszahl. Mehr zur Entstehung des Energielabels und zur vorgegebenen Ermittlung der angegebenen Werte finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Die Hersteller verwenden Angaben, die nach standardisierten Vorgaben und nur in bestimmten, von der EU vorgegebenen Waschprogrammen ermittelt werden: Die tatsächlichen Stromkosten im individuellen Einsatz können also durchaus abweichen, da Sie Ihren Waschautomaten höchstwahrscheinlich nicht auf genau dieselbe Weise nutzen werden wie der Hersteller in seinem Testlabor.
Die Angaben sind daher weniger als Kostenprognose geeignet – aber Sie können Sie gut als Orientierungshilfe beim Vergleich verschiedener Waschmaschinen nutzen. Wenn Sie bereits vor dem Kauf in die Anleitung einer Waschmaschine sehen können, kann das nützlich sein. Denn dort stehen oft genauere Verbrauchsangaben zu den einzelnen Waschprogrammen und nicht nur zu den Standardprogrammen, die für das Energieetikett gemessen werden.

Tipps zum Energiesparen bei der Wäsche

  • Waschen Sie mit kälterer Temperatur – so lassen sich im Idealfall bis zu 70% Energie sparen. Reduzieren Sie die Gradzahl testweise nach und nach und prüfen Sie, welche Temperatur für ein optimales Reinigungsergebnis wirklich erforderlich ist. Dieser Spartipp hat allerdings Vor- und Nachteile: Einerseits verbessert eine höhere Waschtemperatur tendenziell die Ergebnisse bei der Flecken- und Schmutzentfernung sowie die Spülwirkung. Anderseits benötigt sie mehr Energie.
    Der eingesparte Strom ist bei kälteren Waschtemperaturen nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell sehr attraktiv – denn Energie wird bei Waschvollautomaten zu einem großen Teil für das reine Aufheizen des Waschwassers verbraucht. Und kein Strom ist günstiger als der, den man gar nicht erst verbraucht.
    Um bei relativ kalten Temperaturen allerdings dieselbe Reinigungswirkung wie bei höheren Gradzahlen zu erreichen, dauert das Reinigen der Textilien unpraktischerweise erheblich länger. Hier muss man sich also – wenn die Ersparnis und der Ressourcenschutz vorgehen – tatsächlich in Geduld üben.

  • Laden Sie die Trommel so voll wie möglich, bis zur maximalen Beladung. So verbrauchen Sie pro Kilo Wäsche so wenig Energie wie möglich. Aber Vorsicht: Nicht jedes Waschprogramm ist für die maximale Beladung der Trommel geeigent, manchmal ist nur die halbe Beladung erlaubt, um das Programm wirksam laufen zu lassen. Bedenken Sie auch: Je voller die Maschine, desto schwerer lassen sich alle Rückstände ausspülen. Prüfen Sie daher, ob die Spülwirkung Ihren Anforderungen genügt – falls nicht, bleibt nichts anderes übrig als etwas weniger Wäsche einzulegen oder einen zusätzlichen Spülgang einzuprogrammieren.
  • Behandeln Sie starke Verschmutzungen vor dem Waschgang, z.B. durch ein Fleckensalz. Hartnäckige Verschmutzungen wie Kragenfett werden sonst nicht optimal gereinigt und machen dann eventuell einen zweiten Waschgang erforderlich – eine Vorbehandlung kann das verhindern.

  • Prüfen Sie in den Herstellerangaben oder der Bedienungsanleitung, ob Ihre Waschmaschine nach dem Ausschalten eventuell weiterhin Strom verbraucht. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie erwägen, den Netzstecker der Waschmaschine zu ziehen, solange Sie diese nicht einsetzen – sofern der Stecker gut erreichbar ist.

  • Viele Waschmaschinen bieten spezielle Energiesparprogramme, z.B. “Schnellwäsche” für Textilien mit nur leichter Verschmutzung. Probieren Sie diese einfach aus und nutzen Sie sie, wenn möglich.

So können Sie Wasser sparen

  • Vergleichen Sie die Angaben zur Wassereffizienz bzw. zum Wasserverbrauch vor dem Kauf einer Maschine

  • Mehreren Tests zufolge verbrauchen Frontlader im Schnitt weniger Wasser als Toplader Waschmaschinen

  • Funktionen wie “automatische Beladungsmessung” oder eine Waschprogramm-Option “halbe Beladung” können Sie beim Wassersparen unterstützen

Unterschied zwischen Energieeffizienzklasse und Energieverbrauch pro Wäsche

Eine Maschine mit kleinerer Trommel kann – auch wenn sie eine schlechtere Energieeffizienz besitzt – trotzdem pro Waschgang weniger Energie verbrauchen als eine Waschmaschine mit größerer Füllmenge, die eine bessere Energieeffizienzklasse besitzt.

Die Effizienz bezieht sich nämlich immer auf die verbrauchte Energie im Verhältnis zur Menge der gewaschenen Kleidung. So kann ein größerer Waschvollautomat pro Kilo Wäsche zwar weniger Strom verbrauchen als ein kleinerer – aber den Verbrauch muss man dann noch mit der tatsächlich gewaschenen Menge in Kilo multiplizieren.

Ein Beispiel: ein fiktives Gerät mit 8 kg Fassungsvermögen verbraucht pro Kilo 1 kWh. Eine andere fiktive Maschine mit 6 kg maximaler Füllmege dagegen pro Kilo 1,1kWh. Dann ist die größere Waschmaschine zwar effizienter (weil sie pro Kilo weniger verbraucht). Füllt man sie aber beide voll, benötigt die größere Maschine 8 x 1 kWh = 8 kWh, die kleinere dagegen nur 6 x 1,1 kWh = 6,6 kWh.

Eine bessere Energieffizienzklasse lohnt sich nur, wenn die Waschmaschine auch die richtige Größe hat

Wer Wäsche in einer halbleeren Waschtrommel wäscht, verbraucht fast genauso viel Strom wie wenn er die Trommel komplett gefüllt hätte. Eine zu große Maschine mit höchster Energieeffizienz entpuppt sich in solchen Fällen also als weitaus teurer als ein kleineres Modell, das zwar weniger effizient pro maximaler Kilozahl gewesen wäre, aber dafür auch nur für die Kilos an Wäsche Strom verbraucht, die auch tatsächlich in der Trommel liegen.

Vor dem Kauf einer neuen Waschmaschine sollte man sich also genau die Frage nach der richtigen Maximalfüllmenge stellen. Diese hängt zum einen davon ab, wie groß die Waschmenge in der Regel ausfällt – wer lieber häufiger, aber jeweils nur kleine Wäscheportionen reinigt, kann zu einer kleineren Waschmaschine greifen, wer seine Wäsche lieber an einem einzigen Tag erledigt, dürfte mit einem größeren Waschvollautomat in Bezug auf die laufenden Kosten dauerhaft günstiger fahren.
Zum anderen steht die passende maximale Beladung in Zusammenhang damit, wie viele Personen im Haushalt leben. Hierzu ein paar Faustregeln als grobe Orientierung:

  • Haushalt mit 1 Person: Hier genügt oft schon 4-6 kg maximale Füllmenge
  • Haushalt mit 2 Personen: In der Regel sind 6-8 kg maximale Beladung ausreichend.
  • Haushalt mit 3 oder mehr Personen: Hier kann sich auch eine Waschmaschine mit größerer Füllmenge lohnen.

Oft überschätzt: Die Wirkung besserer Energieeffizienz

Hausgeräte sind im Durchschnitt für rund die Hälfte des Stromverbrauchs in einem Haushalt verantwortlich (Quelle: Siemens). Der Einsatz von ressourcensparenden Waschmaschinen ist sowohl in punkto Energieverbrauch daher sehr sinnvoll und kann die laufenden Ausgaben der Haushaltskasse entlasten. Dementsprechend berücksichtigen wir den Faktor Energieeffizienz natürlich mit Blick auf seine tatsächlichen Auswirkungen auch in unserem Waschmaschine Test.

Allerdings stellen sich die meisten Verbraucher die Sparwirkung einer besseren Energieeffizienzklasse oft höher vor, als sie tatächlich ausfällt. Bei der oben genannten Umfrage etwa haben über 60% der Teilnehmer ausgesagt, dass eine Waschmaschinen Energieeffizienzklasse “A+++” gegenüber “A” jährlich bis zu 100 € Sparvorteil bieten könne.

Dagegen erklärt Samsung, dass bei allen Berechnungsmethoden die Ersparnis nicht einmal halb so hoch ausfällt, wie von den interviewten Verbrauchern vermutet wurde. Unser Tipp: Eine neue Waschmaschine lohnt sich finanziell meist nicht, wenn die alte noch gut funktioniert und keine Beanstandungen am Waschergebnis vorliegen. Aber wer eine neue benötigt, z.B. weil die bisherige Maschine nicht mehr richtig reinigt, sollte auch auf eine möglichst hohe Energieeffizienz achten – dann kann man sich beim neuen Modell neben der besseren Waschleistung zusätzlich auch über besonders geringere Energiekosten freuen.

Zeit sparen bei der Wäsche – Energie sparen beim Trockner

Waschmaschinen mit höheren Umdrehungen pro Minute schleudern tendenziell mehr Wasser aus der Wäsche also solche mit weniger Schleudertouren. Das bedeutet, dass anschließend in der Regel auch weniger Zeit zum Trocknen der Kleidungsstücke nötig ist – und Sie bei einem anschließend eventuell eingesetzten Wäschetrockner dementsprechend auch Energie sparen können.

Sie müssen die Schleuderwirkung allerdings nicht anhand der maximalen Umdrehungen pro Minute im Schleudergang „erahnen“. Das Energielabel, das an jeder Waschmaschine im Handel angegeben sein muss, beziffert diese nämlich anhand der Schleuderwirkungsklasse. Eingeteilt in die Klassen „A“ (beste) bis „G“ (schlechteste) gibt sie an, wieviel Restfeuchte nach dem Waschgang noch in den Textilien zurückbleibt – je weniger, desto besser.

Ermittel wird die Wirkungsklasse des Schleudergangs, indem sowohl die trockene Wäsche vor der Wäsche als auch die feuchte Wäsche im Anschluss an diese gewogen werden – dann wird errechnet, um wieviel Prozent die Kleidung an Gewicht zugelegt. Die bestmögliche Klasse „A“ erreichen nur Modelle, bei denen die Textilien nach Durchlaufen des Waschmaschinen-Programms höchstens 45% schwerer sind als vorher. Klasse „B“ gilt für Waschvollautomaten, bei denen die feuchte Wäsche zwischen 45%-54% Gewicht zugenommen hat, usw.

Je besser also das Schleuderprogramm, desto besser können Sie beim Trocken Energiesparen.

Das Kurzprogramm ist kein Energiesparprogramm

Die eigentlich treffendere Bedeutung wäre „Schnellwaschprogramm“, denn das würde eher zeigen, worum es bei dieser Programmwahl geht: Dasselbe Ergebnis in kürzerer Zeit zu erreichen. Dafür ist naheliegenderweise mehr Energie und Wasser erforderlich – ähnlich wie der Benzinverbrauch bei einem Auto steigt, wenn Sie dieselbe Strecke in der halben Zeit zurücklegen. Hingegen vermeiden Eco-Programm den Einsatz von Energie, indem sie die Wäsche einfach länger und bei niedrigeren Temperaturen rein werden lassen. Das Kurzprogramm ist also nicht zum Energie sparen geeignet.

EU-Energielabel: Enstehung und Nutzen

Umweltschutz und Energieeffizienz spielen neben der reinen Waschwirkung eine immer wichtigere Rolle bei der Auswahl einer neuen Waschmaschine, eines Waschtrockners oder eines Wäschetrockners. Deshalb gibt es das EU-Energielabel: Es macht detaillierte Angaben über die Energieeffizienz bei der Nutzung unterschiedlichster elektrischer Geräte. Vorteil für den Verbraucher: Für eine ganze Reihe von Hausgeräten wie etwa Waschmaschinen ist das Anbringen des Energielabels in Europa verpflichtend.

DIN EN 60456 EnergieeffizienzWie das Label gestaltet sein muss und welche Werte hinter den verschiedenen Energieeffizienzklassen (z. B. A+++) stehen, ist ebenso wie die Prüfmethoden zur Ermittlung dieser Werte in Europäischen Normen genau definiert. Die festgelegten Anforderungen an die Prüfung von Hausgeräten machen die Angaben auf dem Energielabel verlässlich, vergleichbar und nachprüfbar.
Bei Waschmaschinen gilt für die Angaben auf dem Energielabel die Norm DIN EN 60456. Diese Norm mit der Bezeichnung „Waschmaschinen für den Hausgebrauch – Verfahren zur Messung der Gebrauchseigenschaften“ ist die Prüfgrundlage für den angegebenen Energieverbrauch, Wasserverbrauch und alle weiteren Werte. DIN EN 60456 macht Prüfinstituten detaillierte Vorgaben, welche Temperatur, Wasserdruck, Wasserhärte, Textlienart und z.B. auch welche Anzahl von Textilien bei der Ermittlung der Angaben eingesetzt werden sollen.

Auch bei der Frage, wie die eigentliche Waschwirkung zu ermitteln ist (die ja häufig für den Kauf einer Waschmaschine ausschlaggebend ist), spielt DIN EN 60456 eine große Rolle. Die Waschwirkung steht zwar nicht auf dem Energielabel. Aber eine Mindestwaschwirkung ist europaweit in der sogenannten „Ökodesign-Richtlinie“ festgeschrieben. Und hierzu macht DIN EN 60456 genaue Prüfvorgaben, wie nämlich die Waschwirkung anhand einer genormten Anschmutzung mit Hautfett, Ruß/Mineralöl, Rotwein, Blut und Kakao am Ende des Waschprogramms ermittelt werden soll.

Das DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.) sitzt in Berlin und ist privatwirtschaftlich organisiert, mit dem rechtlichen Status eines gemeinnützigen Vereins. Im Rahmen des DIN erarbeiten Vertreter von Herstellern, Handel, Wissenschaft, Prüfinstituten, öffentlicher Hand und Verbraucherseite im Konsens Normen. Diese DIN-Normen geben Verbrauchern Sicherheit in verschiedensten Alltagsbereichen, da die Normen wesentliche Fragen z.B. der Sicherheit, Gesundheitsverträglichkeit, Umweltverträglichkeit,  Gebrauchstauglichkeit oder Zuverlässigkeit klären. Weitere Informationen unter www.verbraucherrat.din.de

Waschmaschine mit Warmwasseranschluss für Sonnenkollektoren?

Immer mehr Menschen nutzen von Sonnenkollektoren aufgeheiztes Warmwasser. Dementsprechend steigt auch der Wunsch, dieses Warmwasser für die Waschmaschine einzusetzen, um Energie zu sparen. Allerdings benötigt man dafür eine Waschmaschine mit einem separaten Warmwasseranschluss oder einem kombinierten Kalt-/Warmwasseranschluss – und diese sind schwer zu finden.

Darüber hinaus sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Waschmaschinen mit Kaltwasseranschluss heizen nur eine relativ geringe Menge Wasser auf, und das auch nur bis zu der für das jeweilige Waschprogramm benötigten Temperatur – meist handelt es sich um ein Wasservolumen von ca. 15-20 Litern. Wägen Sie daher in Ruhe ab, ob es den Aufwand wirklich lohnt, ein Modell mit Warmwasseranschluss herauszusuchen.

  • Abhängig davon, wie lang die Rohre von der Warmwasserquelle sind, kann das Wasser relativ kalt sein, bis es in der Maschine ankommt – und eventuell muss es dann erneut aufgeheizt werden. Tipp: Prüfen Sie den tatsächlichen Wärmeverlust, indem Sie das Warmwasser aus dem Wasserhahn in einen großen Eimer laufen lassen und messen, wie viel kaltes Wasser fließt, bevor warmes Wasser herauskommt.

  • Das Warmwasser darf beim Eintritt in die Maschine nicht wärmer als 60°C sein, sodass eventuell ein Temperaturventil erforderlich ist.

  • Manche Flecken werden von heißem Wasser festgesetzt. Daher kann es für die Fleckenentfernung effektiver sein, die Trommel mitsamt der Wäsche zunächst durch kaltes Wasser aufzufüllen und dieses dan langsam bis zur optimalen Waschtemperatur aufzuwärmen.

  • Heißes Wasser zum Spülen zu nutzen, kann die Wäsche stärker verknittern, sodass diees im Allgemeinen nicht empfohlen wird.