Waschmaschinen Test

Welche ist die beste Waschmaschine?

Waschmaschine stinkt

Waschmaschine stinkt

Wenn die Waschmaschine müffelt, ist schnelle Abhilfe gefragt

Wenn einmal die Waschmaschine stinkt, ist die passende Lösung meist sehr einfach und schnell umzusetzen.

Hier finden Sie die Gründe, die es haben kann, dass es aus der Wäschetrommel plötzlich müffelt. Und direkt die passenden Gegenmittel, die Sie anwenden können.

Denn es muss natürlich keine neue Maschine her, wenn es mal müffelt. Für die fiese Geruchsbelästigung gibt es durchaus schnelle und unkomplizierte Hilfe.

Am besten direkt anwenden, bevor am Ende noch die eigentlich frisch gewaschenen Textilien einen unangenehmen Geruch annehmen.

Wie entsteht der üble Geruch in der Waschmaschine?

Die Übeltäter für den unangenehmen Geruch in der Waschmaschine sind eigentlich immer die Gleichen: Bakterien. Sie können sich auf die unterschiedlichste Art und Weise in der Maschine ausbreiten.

Jede Art von Restfeuchte, die man nach dem Waschgang darin verbleibt, ist für sie ein idealer Nährboden – und so können sie schon bald den für Bakterien typischen Gestank absondern und zu ungebetenen Dauergästen werden. Doch weiß man erst einmal, wie und wo sich Bakterien in der Maschine einnisten, stinkt mit einfachen Tricks und Hausmitteln schon bald nichts mehr.

Hier vermehren sich Bakterien oft, sodass Gerüche enstehen:

  1. in den Gummidichtungen der Waschmaschine, vor allem im Türgummi
  2. in feuchten Rückständen im Waschmittelfach und vor allem im Weichspülerfach
  3. im Flusensieb
  4. in Kalkablagerungen jeglicher Art
  5. Restwasser am Boden der Waschmaschine

So beseitigen Sie den Geruch kurzfristig

Schnelle Tipps haben wir hier für Sie zusammengestellt. Probieren Sie am besten zunächst die einfachsten und unkomplizierstesten aus – wenn dass wieder alles frisch duftet, brauchen Sie sich um die etwas aufwendigeren Maßnahmen gar nicht erst zu kümmern.

  1. Wischen Sie mit alle Gummidichtungen, vor allem die Türdichtung, gründlich aus. Achten Sie darauf, dass diese Dichtungen oft kleine Nischen und Rillen bilden, und dass Sie auch diese reinigen.
  2. Das Waschmittel- und Weichspülerfach einfach gründlich sauberwischen, hartnäckige Rückstände eventuell mit etwas heißem Wasser entfernen
  3. Das Flusensieb sammelt gröbere Verschmutzungen wie Haare und andere organische Rückstände. Wie Sie es ausbauen und am besten säuber, sehen Sie in der Gebrauchsanleitung des Herstellers
  4. Restwasser können Sie mit einem kleinen Schlauch ablassen, der hinter einer Blende der Maschine zugänglich ist. Wie es genau geht, zeigt die Bedienungsanleitung
  5. Zum Entkalken können Sie einen Entkalker verwenden (und nach Produktangaben verwenden) oder auch einen großen Schuss Essigessenz in das Weichspülfach geben und die Maschine ohne Wäsche starten
  6. Öffnen Sie die Türe und das Waschmittelfach und lassen Sie den Innenraum der Maschine dadurch ausgiebig trocknen
  7. Lassen Sie die leere Waschmaschine ohne jedes Waschmittel im Kochprogramm (dem Programm mit der höchsten Waschtemperatur) komplett durchlaufen. Das vertreibt Gerüche.

So machen Sie üblen Geruch dauerhaft den Garaus

Sobald alles wieder frisch duftet, muss man zum Glück nicht abwarten, ob es irgendwann wieder zu schlechten Gerüchen kommt. Vielemehr kann man dem Ganzen vorbeugen und die Erstehung von Gestank in der Waschmaschine gezielt verhindern.

Nach jedem Waschgang kurz erledigen denken

  1. Wischen Sie die Türidchtung nach jedem Durchlauf kurz trocken, vor allem in der Mulde in der Mitte bildet sich sonst schnell wieder eine Pfütze aus stehendem Restwasser. Wenn Sie Ihre Maschine sauber und vor allem frei von Bakterien und Gestank halten wollen, dann denken Sie einfach direkt nach dem Beenden des Programms daran.
  2. Lassen Sie die Tür (das „Bullauge“) und das Waschmittelfach nach dem Waschen offen stehen, sodass eventuelle Restfeuchte einfach verdunsten kann – damit tun Sie Ihrer Maschine einen großen Gefallen. Übrigens reicht es schon, wenn sie die Ladetür und  die Schublade einen Spalt offenstehen lassen.

In größeren Abständen durchführen

  • Schieben Sie einen Kochwaschgang ein. Wer den Bakterien das „Lieblingsklima“ nimmt, hält fiesen Gestank fern. Das effektivste Mittel ist Hitze. Waschen Sie ab und zu eine leere Waschmaschine auf der Einstellung „90°“, „Kochprogramm“ oder wie die jeweilige genaue Bezeichnung Ihrer Maschine lautet. Das kann man als Faustregel einmal im Monat oder sonst nach jeder zehnten Wäsche durchführen. Kleiner Tipp: wenn Sie z.B. weiße Handtücher oder Badetücher mitwaschen, müssen Sie den Durchlauf auch nicht leer und in punkto Wäschereinigung „umsonst“ durchführen.
  • Regelmäßige Entkalkung ist nützlich. Wenn man das Innenleben einer Waschmaschine regelmäßig entkalkt verhindert man damit eine Grundlage für Bakterienvermehrung. Damit es nicht mehr stinkt, kann man dem Waschmittel z.B. einmal im Monat etwas Entkalker beimischen. Wer keinen Entkalker zur Hand hat, kann diesen auch durch Essig oder besser Essigessenz ersetzen. Das tötet auch Bakterien und Keime ab. Hierzu einfach einen großen Schuss in das Weichspülfach geben und die Maschine ohne Wäsche starten und schon ist unangenehmer Geruch Geschichte. Sie können den Kochgang (dann aber ohne Wäsche) hiermit kombinieren.
  • Waschmittelschublade und das Flusensieb müssen regelmäßig gereinigt und getrocknet werden – einfach gründlich abwischen und bei schlimmen Ablagerungen heißes Wasser dazunehmen
  • Falls sich trotz offenstehender Tür und Waschmittelschublade immer wieder Restwasser am Boden sammelt, lassen sie es einmal im Monat oder etwa nach jedem fünften Waschgang ablaufen – in der Bedienungsanleitung Ihrer Waschmaschine erfahren Sie, wie es bei Ihrem Modell genau geht.
    Sollten Sie dabei feststellen, dass sich immer wieder größere Mengen Restwasser ansammeln, kann möglicherweise die Ablaufpumpe nicht mehr hundertprozentig arbeiten. In diesem Fall sollten Sie besser einen Monteur hinzuziehen, der die Technik überprüfen kann.
  • Wer auch weiterhin überwiegend energiesparend bei niedrigen Temperaturen waschen möchte, kann dem Waschgang ab und an einen Schuss Hygiene-Spüler hinzufügen. Hierdurch wird die Entstehung von Gestank in der Maschine weitgehend verhindert. Dies ist besonders bei Waschgängen mit Handtüchern, Unterwäsche, Socken und Bettwäsche empfehlenswert.

Hintergrundinfos: Herstellerbedingt (zu) kalte Temperaturen erleichtern den Gestank

Es ist nicht nur eine Frage der Reinlichkeit: bei der Entstehung von Bakterien spielt noch ein ganz anderer Punkt eine wichtige Rolle. Manchmal sind die Geräte quasi bereits auf Bakterien- und Gestanksausbreitung programmiert.

Mittlerweile ist kein Geheimnis mehr, dass Hersteller extrem viel alles unternehmen, um für ihre Waschmaschine bessere Effizienzklassen zu erhalten. Für den Energieverbrauch ist aber gerade das Aufheizen des Waschwassers ein Hauptfaktor. Entsprechend senken die Hersteller im Schnitt die Waschtemperaturen immer weiter: Bei Testmessungen stellte sich heraus, dass z.B. bei den klassischen 60°C Programmen nur um die 50°C warmes Wasser genutzt wurde.

Diese „versteckten“ Niedrigtemperaturen sowie der allgemeine Trend zum energiesparenden Kaltwaschen sind zwar für die Reinigung der Wäsche nur selten ein Problem (bei starken Krankheitserregern oder wenn gesundheitlich schwache Menschen die Wäsche verwenden wollen). Doch Bakterien und Keime überstehen diese kälteren Gradzahlen problemlos, im Gegenteil: in dieser feucht-warmen Umgebung fühlen sie sich erst recht wohl und vermehren sich nach und nach – bis sich der unangenehme Geruch breitmacht.