Waschmaschinen Test

Welche ist die beste Waschmaschine?

Waschtipps: Saubere Wäsche, niedrige Kosten, gepflegte Maschine

Egal für welche Waschmaschine Sie sich entscheiden und wie der Waschmaschinen Test für das jeweilige Modell ausgefallen ist: Bestimmte Waschtipps gelten für alle Waschmaschinen und machen die Reinigung aller Textliene einfacher. Und diese Regeln sind alles andere als zwecklos, sondern haben lauter Vorteile im täglichen Einsatz. Mit ihnen spart man Energie, Waschmittel – und auch unnötige zusätzliche Waschgänge. Außerdem helfen sie, sowohl die eigentliche Wäsche als auch die Maschine zu schonen, sodass man länger Freude daran hat. Und nicht zuletzt wird die Wäsche einfach sauberer als bei einer weniger überlegten Handhabung.

Hilfreiche Waschtipps für Sie


Quelle: Stiftung Warentest

Wie sortiere ich Wäsche richtig?

Wichtig für die Zusammenstellung des nächsten Waschgangs sind grundsätzlich folgende vier Eigenschaften:

  • Textilart: Für bestimmte Textilien sind spezielle Waschprogramme erforderlich. Für Funktionswäsche ein Sportswear-Programm, für Wolle ein Wollprogramm, für Seide und andere feine Stoffe ein Seidenprogramm und so weiter. Pflegeleichte („unempfindliche“) Textilien gehören nicht ins selber Programm wie Wolle, Fein­wäsche und Funktionskleidung – und umgekehrt. In der Bedienungsanleitung der Waschmaschine ist in aller Regel genau beschrieben, welches Waschprogramm für welche Stoffe das richtige ist. Tipp: Falls Sie die Textilienart nicht kennen, hilft das Pflegeetikett des Kleidungsstücks mit seinen diversen Informationen weiter.
  • Maximale Waschtemperatur: Auch hier hilft das Pflegeetikett der Wäsche weiter. Es ist genau angegeben, bei welcher Temperatur Sie die Textilie maximal waschen können. Tipp: Etwas kälter zu waschen, schadet nicht – aber wärmer als empfohlen sollten Sie die Maschine nicht einstellen, um z.B. ein Einlaufen zu verhindern.
  • Verschmutzung: Stark verschmutzte Wäschestücke sollten sie separat waschen und nicht zusammen mit normal oder leicht verschmutzt Wäsche in eine Maschine geben. Viele aktuelle Modelle im Waschmaschinen Test bieten übrigens diverse Flecken-Optionen. Hierbei können Sie innerhalb des Waschprogramms noch zusätzlich angeben, welche Fleckenart (Blut, Schweiß, Tomate etc.) vorliegt.
  • Farbe: Weiße und bunte Wäsche immer trennen. Schwarze und sehr dunkle Wäsche können Sie mit einem speziellen Waschmittel für dunkle / schwarze Wäsche reinigen. Textilien mit starkem Rot sollten sie möglichst mit ähnlichen Farben waschen, damit das Rot nicht auf andere Wäschestücke abfärbt. Um weiße Flecken auf dunklen Farben zu vermeiden, könne Sie diese Teile grundsätzlich besser auf links waschen.

Unverzichtbar für die richtige Zuordnung der Textlinien ist – gerade auch für Unerfahrene – der Blick auf das Pflegeetikett im jeweiligen Kleidungsstück bzw. Wäschestück. Dort ist in einer stilisierten Wanne z.B. die maximal empfohlene Temperatur aufgedruckt. Sie können auch nachlesen, aus welchen Materialien das Stück genau besteht und ob es bestimmte Pflegehinweise gibt (manche Kleidungsstücke sollte man z.B. nur auf links (=Innenseite nach außen) oder in einem Schutznetz waschen und so weiter.
Jede wirklich gute Waschmaschine listet zudem in ihrer Anleitung auf, für welche Textilien welches Waschprogramm geeignet ist.

Muss ich Wäsche vorbehandeln?

Grundsätzlich lassen sich frische Flecken – egal wie intensiv sie sind – besser auswaschen als bereits eingetrocknete Verschmutzungen.

Bei hartnä­ckigen Flecken wie Fett, Wein oder Schweiß sollten Sie die Wäsche einige Zeit vor der Wäsche mit einem speziellen Flecken­mittel oder einem guten Hausmittel vorbehandeln. Bestimmte Fleckenmittel müssen etwas einwirken oder zunächst (bei flüssigen Fleckenentfernen) eintrocken, bevor man den Waschgang starten kann. Die genauen Hinweise druckt jeder Hersteller direkt auf die Produktverpackung bzw. auf das Produkt. Alternativ zu einer Vorbehandlung können Sie auch Fleckensalz direkt in die Waschtrommel dazugeben. Das ist umweltfreundlicher als mehr Wasch­mittel einzuseten oder als eine höhere Wasch­temperatur zu wählen.

Waschtipps zur sonstigen Waschpulver-Dosierung & Co. finden Sie weiter unten. Wir haben am Ende dieser Seite zudem einige Fleckentipps für Sie zusammengestellt.

Wie wähle ich die richtige Waschtemperatur aus?

Die maximale Waschtemperatur ist auf allen Textlinien normalerweise schon auf dem jeweiligen Pflegeetikett angegeben, außerdem listen die Hersteller auch in den Bedienungsanleitungen die wichtigsten Textilienarten mit den zugehörigen Waschtemperaturen auf. Hier trotzdem noch einmal die gängigen Standards:

  • Höchstens 30°C: Fein­wäsche, Wolle und Funktionswäsche:
  • Höchstens 40°C: Buntwäsche
  • Höchstens 60°C: Weiße Wäsche
  • Ein Koch­waschgang (bei 90° C) ist aufgrund der hohen Reinigungswirkung guter Waschmittel heutzutage eigentlich gar nicht mehr nötig, außer bei anste­ckenden Krankheiten oder besonderem Hygienebedarf.
  • Für Vorwäsche wiederum gibt es gar keinen allgemein anerkannten Grund mehr, höchstens bei extrem verschmutzter Wäsche

Wie heiß waschen die einzelnen Waschprogramme wirklich?

Die Temperatur, die bei der Programmwahl angegeben wird, wird im Waschwasser nicht zwangsläufig erreicht. Man kann sich also nicht exakt auf die Einstellungen verlassen.

Stiftung Warentest hat 2011 z.B. festgestellt, dass im 40°C Programm je nach Maschine bis zu 7°C mehr erreicht wurden, während im 60°C Baumwollprogramm 19°C weniger erreicht wurden. Fast alle Waschmaschinen blieben im 60°C Programm des damaligen Tests merklich unterhalb dieser namensgebenden Temperatur.

Die zu kalten Temperaturen im 60°C Programm haben auf die Reinigungswirkung letztlich keine negativen Auswirkungen, da die Wäsche einfach länger gewaschen wird. Allerdings können empfindliche Stoffe unter den zu heißen Temperaturen der 40°C Wäsche leiden. Wer also Textlien bei maximal 40°C waschen kann, sollte lieber 30°C einstellen.

Kann ich jede Textilienart schleudern?

Leider nicht, denn das kann bestimmte Textilien schädigen. Gute Waschmaschinen schalten den Schleudergang automatisch aus oder reduzieren die Umdrehungen pro Minute, sobald Sie ein entsprechendes Waschprogramm für empfindliche Wäschestücken wählen. Bei vielen Waschmaschinen im Test konnten wir zudem die Schleuderumdrehungen pro Minute separat reduzieren, ohne ganz auf das Schleudern verzichten zu müssen. Das ist hilfreich, wenn man bestimmte Wäschestücke ganz besonders schonen möchte.

Was bedeuten die einzelnen Symbole auf dem Pflegeetikett?

Die Pflegesymbole sind nach einem simplen System aufgebaut. Sobald man die Symbole einmal erklärt bekommen hat, merkt man sie sich sehr leicht. Eine klickbare Übersicht gibt es auf der Homepage von Persil.

Wie stark kann ich die Waschmaschine befüllen?

Sobald Sie die für einen Waschgang zusammengehörende Wäsche sortiert haben, gilt grundsätzlich: Je voller die Maschine, desto effizienter und kostengünstiger waschen Sie. Allerdings hängt die maximale Füllmenge auch vom jeweils gewählten Programm ab. Keine Sorge, die Wäsche wird durch die größtmögliche  (im Programm zugelassene) Beladung nicht weniger sauber als bei geringerer Beladeung.

In der Bedienungsanleitung sind weitere Details zur Befüllung aufgeführt. Aber folgende Faustregeln für Volumen und Gewicht kann man als Orientierung verwenden:

  • Für alle Textilien (außer Fein- und Wollwäsche) gilt: Laden Sie die Waschmaschine also ruhig richtig voll. Mehr als eine gute Handbreit sollte zwischen Trommeldecke und Wäsche nicht frei bleiben. Es ist durchaus auch unproblematisch, die Maschine so voll zu laden, dass man die letzten Textilien mit leichtem Druck in die Trommel schiebt. Wichtig ist nur, dass sich die Wäsche in der Trommel noch richtig drehen kann.
  • Für Fein- und Wollwäsche: Füllen Sie die Maschine bei diesen Textilarten höchstens bis zur Hälfte.
  • Für das Gewicht der Wäsche gilt dasselbe: Sie können Textilien ruhig bis zur maximalen Beladungsgrenze in die Trommel legen. Wie viel die Wäsche wiegt, kann man mit viel Übung zwar gut schätzen, aber sonst hilft dieser Tipp: Auf die Waage steigen, wieder absteigen, Wäsche auf den Arm nehmen und nochmals auf die Waage steigen. Schon wissen Sie genau, wie viel der Wäscheberg tatsächlich wiegt.

Spare ich Zeit, Strom oder Wasser, wenn ich die Maschine nur halb belade?

Leider nicht. Vielmehr ist es sogar empfehlenswert, die zulässige Höchstmenge voll auszunutzen – denn anders als man denken könnte spart man gerade dadurch viel Wasser,  Strom und Zeit gegenüber mehreren Teilwäschen. Die Gründe erläutern wir gern.

Je nach Maschine bleiben Strom- und Wasserverbrauch bei halbvoller Ladung genauso hoch wie bei voller Beladung – umgerechnet braucht man dann also doppelt soviel Energie und Wasser pro Wäschestück. Doch auch be­i Waschmaschinen, bei denen der Verbrauch bei halber Beladung sinkt, ist der Unterschied zur vollen Beladung gering, und er sinkt keineswegs um die Hälfte.

Dasselbe gilt auch für die Dauer des Waschvorgangs: Es geht bei halber Beladung nur wenig schneller (ca. 20-30 Minuten), je nach Program und Maschine dauert es aber auch genau gleichlang.

Wie dosiere ich das Waschmittel richtig?

Für die richtige Waschmittel Dosierung kommt es auf drei Dinge an:

  1. die Menge der Wäsche in der Trommel (in kg)
  2. der Grad der Verschmutzung  (kaum getragen und ohne Schmutzflecken – normal benutzt mit einigen Schmutzflecken – starke, hartnäckige Flecken, z.B. von Gras)
  3. die Wasserhärte des Leitungswassers (angegeben in °dH, erfahren Sie vollkommen unkompliziert von Ihrem Wasserversorger, z.B. per Telefon oder über dessen Webseite) 

Anhand dieser Informationen können Sie auf jeder Verpackung nachlesen, wie viel Pulver oder Flüssigwaschmittel Sie in den Einspülbehälter einfüllen müssen.
Tipp 1: Sehen Sie bei jeder Verpackung die Dosierung an, die Hersteller ändern ihre Rezepturen und die entsprechenden Mengenangaben manchmal.
Tipp 2: Die Dosierungsangaben der Waschmittelhersteller auf den jeweiligen Produkten sind eher zu hoch als zu niedrig bemessen.

Richtig rein waschen, ohne überzudosieren

Obwohl auf allen Waschmittelpackungen Hinweise zur genauen Dosierung stehen, fügen 9 von 10 Verbrauchern in Deutschland laut Studien zu viel Waschmittel pro Waschgang hinzu. So vermeiden Sie unnötige Ausgaben und erhalten trotzdem saubere Wäsche:

  • Befolgen Sie zunächst die Dosieranleitung des Waschmittels, aber nehmen Sie bei jeder folgenden Wäsche etwas weniger. Prüfen Sie jeweils, ob die Wäsche genauso sauber und frisch geworden ist: So reduzieren Sie die Waschmittelmenge bis zum wirklich erforderlichen Maß.
  • Probieren Sie selber aus, wie viel für ein strahlendes, frisches Ergebnis wirklich erforderlich ist. Sollte einmal das Ergebnis nicht ganz sauber sein, können Sie einen Waschgang wiederholen – das ist immer noch besser, als bei jeder einzelnen Wäsche unnötig viel Waschmittel zu verbrauchen.
  • Mit vorsichtiger Dosierung können Sie sogar am Wasserverbrauch sparen: Denn je mehr Waschmittel, desto mehr muss die Maschine spülen, bis alle Rückstände aus der Wäsche wieder herausgeschwemmt sind. Und jeder zusätzliche Spülgang bedeutet zusätzlichen Wasserverbrauch. Das können Sie durch bessere Dosierung vermeiden.

In unserem Waschmaschinen Test haben die Modelle von Bosch und Siemens durch eine automatische Dosierung Punkte sammeln können. Hierbei befüllt man einen recht großen Vorratsbehälter an der Waschmaschine einmalig mit Flüssigwaschmittel. Bei jeder folgenden Wäsche dosiert die Maschine dann eigenständig die erforderliche Menge. Das ist sehr effizient und spart Waschmittel. Die beiden Testsieger der Stiftung Warentest von 2011 verfügen (anders als der Waschmaschinen Testsieger von 2013) z.B. über solche ein Dosierungssystem

Braucht man einen speziellen Entkalker?

Einen separaten Entkalker benötigen Sie übrigens laut Stiftung Warentest nicht, denn diese hat nach Ihren Tests von Colorwaschmitteln und Vollwaschmitteln darauf hingewiesen, dass dieser bereits im Waschmittel enthalten ist. Bei richtiger Dosierung sparen Sie also auch eine solche Extraausgabe.

Wie kann ich schlechte Gerüchte verhindern und für Hygiene sorgen?

Feuchte Wäsche sollten Sie nach dem Waschgang nicht zu lange in der Trommel liegen lassen, da sich dadurch ein muffiger Geruch entwickeln kann, der auch in der trockenen Wäsche haften bleibt. Nehmen Sie die saubere Wäsche daher möglichst sofort (höchstens nach ca. einer Stunde) aus der Maschine. Um Geruchsbildung zu verhindern, genügt es, die Wäsche anschließend entweder draußen oder drinnen (mit Fensterlüftung) aufzuhängen oder sie in den Wäschetrockner zu geben.
Ebenfalls können Gerüche in der Waschmaschine selbst entstehen. Das hängt mit dem zurückbleibenden Restwasser zusammen, in dem sich Keime und Bakterien befinden. Damit es nicht müffelt, sollten Sie einen Schritt nach jeder Wäsche und einen zweiten ca. einmal im Monat ausführen. Schritt 1: Lassen Sie nach jeder Wäsche die Klappe bzw. Tür der Maschine offen und sorgen Sie für frische Luft im ganzen Raum. Schritt 2: Starten Sie ca. alle vier Wochen oder nach ca. jeder zehnten Wäsche ein Programm für Kochwäsche mit Vollwaschmittel, ruhig auch ohne dass Sie Kochwäsche hineingeben. Durch diese höchstmögliche Temperatur beseitigen Sie Keime & Co. auf die effektivste Art. Weniger vorteilhaft wäre es, abzuwarten bis die Wäsche zu müffeln beginnt – denn bis dahin ist es meist schon lange vorher zu unmerklicher Keimbildung gekommen. Hier hat die Hygiene Vorrang.

Schnelle Flecken-Tipps – mit oder ohne Waschmaschine

Im Folgenden haben wir ein paar erprobte und auch von Experten anerkannten Tipps zusammengestellt. Sie gelten für die allermeisten Textilien außer für sehr empfindliche Materialien wie Kaschmir, Acetatfasern, Tierhaar, Seide oder Rayon: Bei solchen Textilien sollte man lieber den Weg zu einer Reinigung suchen, bevor man sie durch falsches Reinigen beschädigt.

Eiweiß: Substanzen, die zu einem Großteil aus Eiweiß bestehen, z.B. Milch und Ei,  sollten Sie immer mit kaltem Wasser behandeln. Man kann auch einen Tropfen Spülmitttel oder Feinwaschmittel auf die Stelle auftragen. Wichtig: Kein heißes oder sehr warmes Wasser nehmen, denn ab Temperaturen um die 40°C gerinnt das Eiweiß und setzt sich im Stoff richtig fest. Manchmal lässt er sich dadurch gar nicht mehr entfernen. In hartnäckigen Fällen kann man auch etwas Salmiakgeist einsetzen – aber Vorsicht bei der Dosierung, die Substanz kann starke Reizungen hervorrufen.

Rotweinflecken sind Klassiker, aber keine „hoffnungslosen Fälle“: Am besten auf den noch feuchten Fleck etwas Saugfähiges drücken und lange draufhalten, bis es nichts mehr aufnehmen kann. Das kann z.B. ein Taschentuch sein. Meist bleiben dabei zunächst aber Reste zurück, und dann braucht man etwas Geduld: Am besten legt man einen etwas feucten (ausgewrungenen) mehrfach gefaltetes Baumwolltuch über Nacht auf die Stelle. Dadurch wird der Rotweinfleck wieder feucht, aber das saugstarke Baumwolltuch zieht mit der Zeit alle Feuchtigkeit mitsamt den Rotwein-Farbpigmenten aus dem Stoff heraus. Das funktioniert übrigens auch hervorragend bei Weinflecken auf dem Teppich.

Zuckriges wie Honig, Zuckerwatte usw. sind einfach: Zucker löst sich in warmem Wasser auf. Also einfach mit einem feuchten Tuch nach und nach austupfen. Bei Speisefarben (z.B. Zuckerglasuren) hilft es, mit Zitronensaft zu tupfen.

Öliges und Fettiges lassen sich anderes als Eiweiß und Zuckriges nicht von Wasser lösen, hier müssen Tenside ran – aber das ist kein Problem. Bei frischen Flecken kann es schon reichen, etwas Spülmittel oder Feinwaschmittel auf ein feuchtes Stofftuch (z.B. ein Küchentuch) zu geben und die besagte Stelle geduldig abzutupfen. In hartnäckigen Fällen hilft auch hier vorsichtig eingesetzter Salmiakgeist, auch hier aber sollten Sie darauf achten, dass die Substanz starke Reizungen erzeugen kann.

Flecken von Gemüse, Früchten, Fruchtsäften, Cola, Kaffee & Tee muss man vorsichtig behandeln, denn sie enthalten Gerbstoffe. Diese muss man zunächst aus den Textilien entfernen, bevor man ans Ausreinigen der Farbpigmente gehen kann. Deshalb sollte man als Erstes intensiv ein feuchtes Stofftuch mit Wasser und Spülmittel auf die Stellen tupfen, um die Gerbstoffe zu lösen. Danach dasselbe noch einmal mit Essig oder Zitronensaft statt Spülmittel. Einen Kaffee- oder Kakaofleck kann man alternativ auch in Salzwasser einweichen. Bei Schokolade hilft lauwarme Seifenlauge gut – bei Ketchup wiederum warme Seifenlauge, nachdem man die Textilie in kaltem Wasser hat einweichen lassen. Wenn die Farbpigmente danach noch zu sehen sind, muss ein Bleichmittel her – sofern der Stoff das zulässt. Ziehen Sie deshalb vorher das Pflegeetikett zu Rate (notfalls googeln Sie den Stoff im Internet zusammen mit dem Stichwort „bleichen“). Falls er nicht zum Bleichen geeignet ist, kann man nur darauf hoffen, dass die eingezogene Farbe nach und nach von alleine verbleicht.

Tupfen statt Reiben: Auch wenn man vermeintlich mit mehr Kraft gegen den Schmutz vorgeht: Reiben macht es nur noch schlimmer! Tupfen Sie immer nur von oben auf die verschmutzten Stellen und behalten Sie Ihre Geduld – es lohnt sich letztlich. Das gilt umso mehr, je lockerer der Stoff gewoben ist. Denn durch das Reiben verschieben sich zum einen die Fasern, was an sich schon unschöne Folgen haben kann, und außerdem wird der Schmutz geradezu immer tiefer in die Fasern gedrückt.

Hilfreiche Fleckenprogramme

Viele neue Waschmaschinen im Test bieten die Möglichkeit, gegen verschiedenartige Flecken ganz gezielt vorzugehen. Das Waschprogramm stellt sich dann so ein, dass die entsprechende Art der Verschmutzung besonders wirksam gelöst werden kann. Es lassen sich z.B. die Fleckenarten Schweiß, Make-Up, Erde, Blut, Kaffee und/oder andere auswählen. Demgemäß wird die Wäsche anschließend vorbereitet (z.B. eingeweicht), gewaschen und z.B. ausgespült. Auch die Temperatur wird je nach Maschine und Schmutzart eingestellt: Wie oben beschrieben ist bei Blut kaltes Wasser sinnvoll, bei anderen hingegen lauwaremes. Trotzdem sollte man stark sichtbare Flecken möglichst selber vorbehandeln, denn schaden kann das nicht. Allerdings kann man sich durch die Fleckenentfernungsprogramme in vielen Fällen langwierige Einweichzeiten und Vorbehandlungen sparen.