Lexikon & Fachwörter

Waschmaschinen Test » Lexikon & Fachwörter

Fachbegriffe – schnell erklärt

Waschmaschine Test-TippsIn fast jedem Waschmaschinen Test kommen diverse technische Angaben und Funktionen vor. Aber welche Bedeutung haben die einzelnen Bezeichnungen genau: was versteht man wirklich unter diversen Begriffen? Hier finden Sie gängige Abkürzungen und Fachwörter. Weitere Erklärungen finden Sie auf unserer Seite rund ums Thema „Waschmaschinen Energieeffizienz„.

Häufige Bezeichnungen und ihre Bedeutung

Bauarten

  • Frontlader: Waschmaschine, bei der Wäsche von vorne („front“) in die Trommel gelegt („geladen“) wird.
  • Toplader: Waschmaschine, bei der man die Wäsche von oben („top“) in die Wäschetrommel einlegt („lädt“). Insgesamt zeichnet sich die Toplader-Bauweise durch Kompaktheit aus. Die Stellfläche einer solchen Maschine ist in der Regel deutlich kleiner als bei Frontlader-Modellen und liegt bei Breite oder Tiefe oft bei nur ca. 40 cm. Daher eignen sich Toplader als Alternative, wenn wenig Stellplatz zur Verfügung steht. Aufgrund der Bauart ist die Zuladung und die Größe der Trommel geringer.

Bedienen & befüllen

  • Fassungsvermögen (auch „Nennkapazität“): Gibt das maximale Wäschegewicht an, für das die zwei Waschprogramme „40°C Baumwolle“ und „60°C Baumwolle“ ausgelegt sind. Diese Bemessungsgrundlage ist ein wichtiges Detail, denn für andere Textilien (z.B. Funktionswäsche, pflegeleichte Materialien usw.) gelten geringere Gewichtsgrenzen, die in der Regel nur etwa die Hälfte des maximalen Wäschegewichts betragen (z.B. maximal 3 kg Feinwäsche bei maximal 7 kg Baumwolle).
  • Programmdauer: Die Dauer eines Waschprogramms (gemessen von Start bis Beendigung), bei den meisten Maschinen für die Standard-Baumwollprogramme angegeben.
  • Temperatureinstellung: Je nach Waschprogramm lässt sich die Waschtemperatur variieren oder ist bereits vorgegeben. Aber Achtung: Einige Maschinen haben vor allem im Sparprogramm bei Tests deutlich niedriger aufgeheizt, als der Programmname angab.

Bestandteile

  • Bullauge: Gläsernes bzw. durchsichtiges Mittelstück der Tür von Frontlader-Waschmaschinen.
  • Einspülkasten: Fachbezeichnung des Aufnahmebehälters, in den man das Waschmittel und/oder den Weichspüler für den folgenden Waschgang von Hand einfüllt. Heißt so, weil die in ihn eingefüllten Mittel in die Trommel hineingespült werden. Der Einspülkasten befindet sich in der Regel oben links an der Front der Waschmaschine und ist ausziehbar.
  • Warmwasseranschluss: Geräte mit einem Warmwasseranschluss können direkt aus der Warmwasser-Hausleitung das bereits aufgeheizte Wasser beziehen. So muss die Maschine nicht erst in ihrem Gehäuse das Kaltwasser aus der Leitung auf die gewünschte Temperatur erwärmen. Wie unabhängige Waschmaschinen Tests bestätigt haben, sparen solche Modelle (bei sonst identischen Waschprogrammen) bei 40°C Buntwäsche und voller Beladung je nach Gerät bis zur Hälfte oder sogar zwei Drittel des Stroms. Ob sich das lohnt, hängt von den Warmwasserkosten ab. Wer sein Warmwasser kostengünstig z.B. über Sonnenkollektoren aufheizt, kann viel Geld sparen.

Funktionen

  • AquaStop: Allgemein übliche Bezeichnung für eine technische Funktion, welche die Wasserzufuhr zur Waschmaschine unterbricht, falls es am Wasserschlauch zu einem Leck kommen sollte. Der AquaStop verhindert somit ein Auslaufen und kann vor Wasserschäden schützen.
  • Mengenautomatik: Stellt durch (je nach Hersteller unterschiedliche) Sensoren die aktuelle Befüllung der Trommel fest. Die Maschine passt daraufhin die Dauer des Waschprogramms an oder dosiert sogar die passenden Mengen an Waschmittel und Wasser.

Lautstärke

  • Lärmpegel: Gibt an, wie laut oder leise die jeweilige Waschmaschine beim Hauptwaschgang sowie im Schleudergang arbeitet.
  • Luftschallemissionen: Geräusche, die sich über die Luft ausbreiten- Außer Luftschallemissionen gibt es noch Trittschallemissionen, bei denen Schallwellen durch Böden oder Wände übertragen werden (z.B. durch Vibrationen).
  • dB: Abkürzung für dezibel, physikalische Maßeinheit für Schalldruck. Je höher der Wert, desto lauter ist das Gerät. Die Angabe in dB(A) bezieht sich auf einen „angepassten“ Schalldruck, d.h. dabei wird die anatomische Form des menschlichen Ohrs stärker berücksichtig. Die Angabe in dB(A) gibt also nicht die absolute Lautstärke des Geräts an, sondern das Maß an Lautstärke, das vom menschlichen Ohr wahrgenommen wird.

Die meisten Waschmaschinen weisen je nach Waschprogramm Werte zwischen 50 und 75 dB(A) auf. Vergleichswerte:

  • 40 dB(A) sind typisch für eine leise Unterhaltung,
  • 50 für eine normale Unterhaltung
  • 60 für eine laute Unterhaltung
  • 70 für Haushaltslärm
  • 80 für Schreien.
  • Ab 85 dB(A) ist am Arbeitsplatz das Tragen von Hörschutz vorgeschrieben.

Platzierung

  • Integrierfähig: Waschmaschine, die in einem Schrank untergebracht werden kann, sodass die gesamte Front und Bedieneinheit bei geschlossener Schranktür nicht mehr zu sehen ist. Seltene Bauart und kaum angeboten.
  • Side-by-side: engl. für dt. „Seite an Seite“. Bezeichnet das Aufstellen von Waschmaschine und Wäschetrockner direkt nebeneinander. So kann man frischgewaschene Textilien bequem in den Trockner geben.
  • Unterbaufähig: Waschmaschine, deren Bauart es erlaubt, dass man sie unter einer Arbeitsplatte platziert und dort einsetzt. Meist kann dafür die Deckplatte der Maschine abgenommen werden.
  • Wasch-Trocken-Säule: Bezeichnung für eine Aufstellart von Waschmaschine und Trockner. Hierbei wird ein Wäschetrockner auf einer Waschmaschine aufgesetzt. Für eine stabile Verbindung ist ein Zwischenbausatz als Zubehör erforderlich. Nicht alle Waschmaschinen lassen sich mit allen Trocknern auf diese Art kombinieren. Sollte bei der Anschaffung eine Wasch-Trocken-Säule geplant sein, erkundigen Sie sich bitte vorher, welche Modelle aufeinander aufgebaut werden können. Die Waschmaschine ist bei dieser Bauweise immer das untere Gerät, der Trockner immer das obere.

Schleudern

  • rpm: englische Abkürzung von „rounds per minute“, entspricht der deutschen Abkürzung „U/Min“ (siehe dort).
  • Schleuderdrehzahl / Schleuderzahl: Gibt die maximale Zahl der Umdrehungen pro Minute während des Schleuderprogramms an, bezogen auf das Baumwollprogramm der jeweiligen Maschine. Faustregel: Je höher die Schleuderzahl, desto trockener die Wäsche. Siehe auch unten zu U/min.
  • Schleuderwirkung: Gibt an, wie viel Feuchtigkeit nach dem Schleudergang noch in der Wäsche verbleibt und wird über die Gewichtszunahme der feuchten Wäsche gegenüber derselben, vor dem Waschgang trocken gewogenen, Wäsche gemessen.
  • U/min: Abkürzung für Umdrehungen pro Minute. Gibt an, wie oft sich die Wäschetrommel pro Minute vollständig um die eigene Achse drehen kann. Wird meist in Bezug auf das Schleuderprogramm angegeben.

Kann man Fachwörter ignorieren?

Unser Tipp: Indem Sie sich genau informieren, was die einzelnen Begriffe bedeuten, können Sie tatsächlich besser die Waschmaschine finden, die Ihre Anforderungen am besten abdeckt. Wichtig ist auch: Schlagen Sie Begriffe nach, die Ihnen nichts sagen. Denn letztlich muss die Maschine ja Ihrem persönlichen Bedarf genau gerecht werden.