Waschtipps: Sauber waschen & Energie sparen

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Egal wie gut Geräte im Waschmaschinen Test abschneiden: Bestimmte Tipps gelten für alle Modelle. Sie erleichtern und verbessern die Reinigung, sparen Energie, Waschmittel – und unnötige Waschgänge. Zudem schonen sie die Waschmaschine.

Wie sortiere ich Wäsche richtig?

Gruppieren Sie Textilien nach diesen vier Eigenschaften. Dabei hilft auch das Pflegeetikett mit seinen leicht verständlichen Pflegesymbolen.

1. Textilart

Für bestimmte Textilien sind spezielle Waschprogramme erforderlich. Für Funktionswäsche, Wolle, Seide und viele andere Stoffe gibt es immer mehr Sonderprogramme. Die Bedienungsanleitung beschreibt in der Regel genau, welches Programm für welche Stoffe das richtige ist.

2. Schmutzgrad und Fleckenart

Sehr Dreckiges sollten sie separat waschen. Viele aktuelle Waschmaschinen bieten zudem diverse Flecken-Optionen (siehe unten).

3. Stofffarbe

  • Weiße und bunte Wäsche immer trennen.
  • Schwarze und sehr dunkle Wäsche sollten Sie mit einem speziellen Waschmittel reinigen, damit sie nicht ausbleichen.
  • Textilien mit starkem Rot sollten sie möglichst mit ähnlichen Farben waschen, damit sie nicht abfärben.
  • Tipp: Dunkle Farben auf links waschen, um Flecken auf der Außenseite zu vermeiden.

4. Waschtemperatur

Verschiedene Stoffe vertragen unterschiedlich viel Hitze. Hier helfen die Pflegesymbole weiter, die die empfohlene Höchsttemperatur angeben. Das verhindert Beschädigungen oder ein Einlaufen besser. Auch die Bedienungsanleitungen geben Tipps.

Die wichtigsten empfohlenen Temperaturen
  • 30°C: Fein­wäsche, Wolle und Funktionswäsche.
  • 40°C: Buntwäsche.
  • 60°C: Weiße Wäsche.
  • 90°C: Sogenannte Kochwäsche ist aufgrund heutiger guter Waschmittel kaum noch nötig, außer bei anste­ckenden Krankheiten oder besonderem Hygienebedarf.
  • Für Vorwäsche gibt es ebenfalls nur selten einen Grund, z.B. bei extrem verschmutzter Wäsche.

Stiftung Warentest hat mehrfach festgestellt, dass im 60°C Öko-Programm keine 60° erreicht wurden. Im normalen 60°C-Programm dagegen schon. Die Reinigungswirkung ist dennoch ähnlich, da das Ökoprogramm einfach länger wäscht.

Waschmaschine befüllen

Laden Sie die Trommel möglichst bis zur maximalen Beladung, die in der Anleitung für Ihren Wäschetyp angegeben ist. Folgende Faustformeln gibt es.

  • Pflegeleichtes: Mehr als eine gute Handbreit sollte zwischen Trommeldecke und Wäsche nicht frei bleiben. Oft muss man die letzten Textilien mit leichtem Druck in die Trommel schieben. Wichtig ist nur, dass sich die Wäsche in der Trommel noch richtig drehen kann.
  • Fein- und Wollwäsche: Füllen Sie die Maschine höchstens bis zur Hälfte.

Zwar wird Wäsche durch größtmögliche Beladung so sauber wie bei geringerer Füllmenge. Doch Rückstände lassen sich schwerer ausspülen. Prüfen Sie daher die Spülwirkung und legen Sie bei Bedarf etwas weniger Wäsche ein.

Weniger beladen? Lohnt sich nicht.

Je voller die Maschine, desto effizienter waschen Sie. Wie viel Wäsche wiegt, kann man schnell prüfen: Auf die Waage steigen, wieder absteigen, Wäsche auf den Arm nehmen und nochmals auf die Waage steigen.

Je nach Maschine bleiben Strom- und Wasserverbrauch bei halbvoller Ladung genauso hoch wie bei voller Beladung. Selbst be­i Waschmaschinen, bei denen der Verbrauch bei halber Beladung sinkt, ist der Unterschied zur vollen Beladung gering: Er sinkt nicht einfach um die Hälfte. Dasselbe gilt auch für die Programmdauer: Bei halber Beladung ist sie nur wenig kürzer als das Programm bei voller Ladung.

So sparen Sie beim Wäschewaschen Strom

Unabhängig davon, wie sparsam Ihre Waschmaschine von sich aus arbeitet: Sie können den Verbrauch durch einige Tricks aktiv senken. Mit einer möglichst voll beladenen Trommel haben Sie bereits den ersten Schritt gemacht.

1. Kälter waschen

Waschen Sie mit kälterer Temperatur – so lassen sich im Idealfall bis zu 70% Energie sparen. Denn Waschvollautomaten verbrauchen Energie zu einem großen Teil für das Aufheizen des Waschwassers. Dank leistungs­fähigerer Waschmittel ist es heute möglich, die Wassertemperatur während des Reinigungsganges niedrig zu halten.

  • Reduzieren Sie die Gradzahl testweise nach und nach.
  • Prüfen Sie, welche Temperatur wirklich erforderlich ist.
  • Nachteil: Die Reinigung dauert bei kälterer Temperatur erheblich länger.

2. Öko-Programme wählen

Nutzen Sie, wenn möglich, die Energiesparprogramme. Wichtig dabei: Das Kurzprogramm ist kein Sparprogramm. Die eigentlich treffendere Bedeutung wäre „Schnellwaschprogramm“. Denn darum geht es: Dasselbe Ergebnis in kürzerer Zeit zu erreichen. Dafür sind aber mehr Energie und Wasser nötig.

3. Schmutz vorbehandeln

Behandeln Sie starke Verschmutzungen vor dem Waschgang z.B. durch ein Fleckensalz. Hartnäckige Verschmutzungen wie Kragenfett werden sonst nicht optimal gereinigt und machen eventuell einen zweiten Waschgang erforderlich.

4. Standby-Strom vermeiden

Prüfen Sie in den Herstellerangaben oder der Bedienungsanleitung, ob Ihre Waschmaschine nach dem Ausschalten weiterhin Strom verbraucht. Wenn dies der Fall ist, können Sie den Netzstecker der Waschmaschine ziehen, solange Sie diese nicht einsetzen.

5. Pflege und Wartung

Reinigen Sie nach jedem Durchgang das Sieb von Flusen. Dadurch erleichtern Sie die Luftzirkulation in der Maschine und erhöhen die Effizienz.

Energieeffizienzklasse und Energieverbrauch

Waschmaschinen Test: Verbrauch und Effizienz

Mit einer Waschmaschine kann man durch ein paar Tricks Strom sparen. Der Verbrauch hängt nicht nur vom Energielabel an

Ein niedriger Normverbrauch und eine möglichst hohe Energieeffizienz helfen von vornherein, beim Waschen Strom zu sparen. Das EU-Energielabel macht detaillierte Angaben über die Energieeffizienz. Jede Waschmaschine muss daher eineuropaweit einheitliches Energielabel besitzen, das diese beiden Werte und einige weitere Daten angibt (siehe Abbildung). Weitere Informationen finden Sie bei XL Elektro zum Energieetikett.

Mit der Waschmaschine Energie beim Trockner sparen

Wie Sie die Waschmaschine dazu nutzen können, um auch beim Wäschetrocknen Energie zu sparen, erfahren Sie bei XL Elektro zum Thema Wäschetrockner.

Wie dosiere ich Waschmittel richtig?

Theoretisch ist die Dosierung leicht. Denn es kommt eigentlich nur auf drei Dinge an:

  1. die Wäschemenge in kg
  2. der Grad der Verschmutzung
  3. die Wasserhärte des Leitungswassers (angegeben in °dH. Diese erfahren Sie unkompliziert von Ihrem Wasserversorger, z.B. per Telefon oder auf dessen Webseite)

Mit diesen Informationen finden Sie auf der Waschmittelpackung Angaben, wie viel Pulver oder Flüssigwaschmittel Sie in den Einspülbehälter einfüllen müssen. Dennoch geben 9 von 10 Verbrauchern in Deutschland laut Studien zu viel Waschmittel in den Einspülkasten. Hier erfahren Sie, wie man unnötige Ausgaben vermeidet und trotzdem saubere Wäsche erhält.

Tipps für eine perfekte Dosierung

  • Befolgen Sie die Dosieranleitung des Waschmittels, aber reduzieren Sie bei jeder folgenden die Beigabe.
  • Prüfen Sie jeweils, ob die Wäsche genauso sauber und frisch geworden ist: So reduzieren Sie das Waschmittel auf die wirklich erforderliche Menge.
  • Einige Bosch, Siemens und Miele Waschmaschinen eine automatische Dosierung. Dabei befüllt man einen Vorratsbehälter, und die Maschine dosiert bei jeder folgenden Wäsche die erforderliche Menge.

Mit vorsichtiger Dosierung können Sie sogar Wasser sparen: Denn je weniger Waschmittel, desto weniger Rückstände muss die Maschine ausspülen. Und jeder gesparte Spülgang bedeutet weniger Wasserverbrauch.

Braucht man einen speziellen Entkalker?

Einen separaten Entkalker benötigen Sie übrigens laut Stiftung Warentest nicht, denn diese hat nach Ihren Tests von Colorwaschmitteln und Vollwaschmitteln darauf hingewiesen, dass dieser bereits im Waschmittel enthalten ist. Bei richtiger Dosierung sparen Sie also auch eine solche Extraausgabe.

Kann ich jede Textilart schleudern?

Nein, das schadet bestimmten Textilien. Daher arbeiten bestimmte Waschprogramme ohne Schleudergang. In guten Programmen mit Schleudergang lassen sich zudem die Umdrehungen pro Minute bei Bedarf reduzieren.

Wie kann ich für Hygiene sorgen?

Feuchte Wäsche sollten Sie nach dem Waschgang nicht zu lange in der Trommel liegen lassen, da sich dadurch ein muffiger Geruch entwickeln kann, der auch in der trockenen Wäsche haften bleibt. Nehmen Sie die saubere Wäsche daher möglichst sofort (höchstens nach ca. einer Stunde) aus der Maschine. Um Geruchsbildung zu verhindern, genügt es, die Wäsche anschließend entweder draußen oder drinnen (mit Fensterlüftung) aufzuhängen oder sie in den Wäschetrockner zu geben. Ebenfalls können Gerüche im Gerät selbst entstehen, sodass die Waschmaschine stinkt. Das hängt mit dem zurückbleibenden Restwasser zusammen, in dem sich Keime und Bakterien befinden.

Schnelle Flecken-Tipps – mit oder ohne Waschmaschine

Hilfreiche Fleckenprogramme

Viele gute Waschmaschinen bieten die Möglichkeit, Flecken gezielt zu beheben. Dabei können Sie angeben, welche Verschmutzung vorliegt – z.B. Gras, Kaffee, Blut, Schweiß oder Tomate. Demgemäß stellt sich die Maschine ein: Die Wäsche wird vorbereitet (z.B. eingeweicht), bei einer passenden Temperatur gewaschen und ausgespült. Starke Flecken sollte man dennoch vorbehandeln.

Flecken vorbehandeln

Frische Flecken lassen sich grundsätzlich besser auswaschen, etwas Eile hilft also. In jedem Fall sollten Sie die Wäsche einige Zeit mit einem speziellen Flecken­mittel oder guten Hausmittel vorbehandeln. Eventuell müssen diese Mittel etwas einwirken oder auch eintrocknen, bevor man den Waschgang starten kann. Genauere Hinweise druckt jeder Hersteller auf die Verpackung bzw. auf das Produkt. Als Alternative können Sie Fleckensalz direkt in die Waschtrommel dazugeben.

Je nach Fleck ist eine unterschiedliche Vorbehandlung sinnvoll. Im Folgenden haben wir ein paar erprobte und auch von Experten anerkannten Tipps zusammengestellt. Sie gelten für die allermeisten Textilien außer für sehr empfindliche Materialien wie Kaschmir, Acetatfasern, Tierhaar, Seide oder Rayon: Bei solchen Textilien sollte man lieber den Weg zu einer Reinigung suchen, bevor man sie durch falsches Reinigen beschädigt.

Eiweiß

Substanzen, die zu einem Großteil aus Eiweiß bestehen, z.B. Milch und Ei,  sollten Sie immer mit kaltem Wasser behandeln. Man kann auch einen Tropfen Spülmitttel oder Feinwaschmittel auf die Stelle auftragen. Wichtig: Kein heißes oder sehr warmes Wasser nehmen, denn ab Temperaturen um die 40°C gerinnt das Eiweiß und setzt sich im Stoff richtig fest. Manchmal lässt er sich dadurch gar nicht mehr entfernen. In hartnäckigen Fällen kann man auch etwas Salmiakgeist einsetzen – aber Vorsicht bei der Dosierung, die Substanz kann starke Reizungen hervorrufen.

Rotweinflecken

Weinflecken sind Klassiker, aber keine „hoffnungslosen Fälle“: Am besten auf den noch feuchten Fleck etwas Saugfähiges drücken und lange draufhalten, bis es nichts mehr aufnehmen kann. Das kann z.B. ein Taschentuch sein. Meist bleiben dabei zunächst aber Reste zurück, und dann braucht man etwas Geduld: Am besten legt man einen etwas feucten (ausgewrungenen) mehrfach gefaltetes Baumwolltuch über Nacht auf die Stelle. Dadurch wird der Rotweinfleck wieder feucht, aber das saugstarke Baumwolltuch zieht mit der Zeit alle Feuchtigkeit mitsamt den Rotwein-Farbpigmenten aus dem Stoff heraus. Das funktioniert übrigens auch hervorragend bei Weinflecken auf dem Teppich.

Zuckriges

Honig, Zuckerwatte usw. sind einfach zu entfernen: Zucker löst sich in warmem Wasser auf. Also einfach mit einem feuchten Tuch nach und nach austupfen. Bei Speisefarben (z.B. Zuckerglasuren) hilft es, mit Zitronensaft zu tupfen.

Öliges und Fettiges

Anders als Eiweiß und Zuckriges lassen Öle und Fette sich nicht von Wasser lösen, hier müssen Tenside ran – aber das ist kein Problem. Bei frischen Flecken kann es schon reichen, etwas Spülmittel oder Feinwaschmittel auf ein feuchtes Stofftuch (z.B. ein Küchentuch) zu geben und die besagte Stelle geduldig abzutupfen. In hartnäckigen Fällen hilft auch hier vorsichtig eingesetzter Salmiakgeist, auch hier aber sollten Sie darauf achten, dass die Substanz starke Reizungen erzeugen kann.

Gemüse, Früchte, Fruchtsaft, Cola, Kaffee & Tee

Solche Getränkeflecken muss man vorsichtig behandeln, denn sie enthalten Gerbstoffe. Diese muss man zunächst aus den Textilien entfernen, bevor man ans Ausreinigen der Farbpigmente gehen kann. Deshalb sollte man als Erstes intensiv ein feuchtes Stofftuch mit Wasser und Spülmittel auf die Stellen tupfen, um die Gerbstoffe zu lösen. Danach dasselbe noch einmal mit Essig oder Zitronensaft statt Spülmittel. Einen Kaffee- oder Kakaofleck kann man alternativ auch in Salzwasser einweichen. Bei Schokolade hilft lauwarme Seifenlauge gut – bei Ketchup wiederum warme Seifenlauge, nachdem man die Textilie in kaltem Wasser hat einweichen lassen. Wenn die Farbpigmente danach noch zu sehen sind, muss ein Bleichmittel her – sofern der Stoff das zulässt. Ziehen Sie deshalb vorher das Pflegeetikett zu Rate (notfalls googeln Sie den Stoff im Internet zusammen mit dem Stichwort „bleichen“). Falls er nicht zum Bleichen geeignet ist, kann man nur darauf hoffen, dass die eingezogene Farbe nach und nach von alleine verbleicht.

Tipp: Tupfen statt Reiben

Auch wenn man vermeintlich mit mehr Kraft gegen den Schmutz vorgeht: Reiben macht es nur noch schlimmer! Tupfen Sie immer nur von oben auf die verschmutzten Stellen und behalten Sie Ihre Geduld – es lohnt sich letztlich. Das gilt umso mehr, je lockerer der Stoff gewoben ist. Denn durch das Reiben verschieben sich zum einen die Fasern, was an sich schon unschöne Folgen haben kann, und außerdem wird der Schmutz geradezu immer tiefer in die Fasern gedrückt.